27. "Der Namenlose" (zu Cager Nr. 9); 1976,, Maße: 96 x 68 cm, Tusche/Acryl
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28. "Die Exaltierte I" (Die Schmerzhafte ); 1976,, Maße: 100 x 70 cm, Tusche
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29. "Kopf im Raum"; 1976,, Maße: 39 x 30 cm, Tusche/Acryl
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30. "Die Schmerzhafte II"; 1977, Maße: 91 x 56 cm, Tusche/Sepia
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31. "Der Namenlose" (zu Cager Nr. 9); 1976,, Maße: 40 x 30 cm, Tusche/Acryl
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32. "Kopfvariation"; 1976,, Maße: 49 x 35 cm, Tusche/Acryl
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33. "Kopfvariation"; 1977, Maße: 40 x 29 cm, Tusche/Acryl
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34. "Kopfvariation"; 1977, Maße: 38 x 30 cm, Tusche/Acryl
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35. "Kopfvariation"; 1977, Maße: 40 x 29 cm, Tusche/Acryl
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36. "Kopfvariation"; 1977, Maße: 39 x 28 cm, Tusche/Acryl
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37. "Kopfvariation"; 1977, Maße: 40 x 29 cm, Tusche/Acryl
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38. "Kopfvariation"; 1978, Maße: 40 x 29 cm, Tusche/Acryl
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39. "Selbstbildnis mit blauem Rand"; 1977, Maße: 65 x 50 cm, Tusche/Acryl
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40. "Zwei-Cager"; 1977, Maße: 73 x 55 cm, Tusche/Acryl
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42. "Cager: Liegender Rücken mit Händen" (zu Cager Nr. 22); 1978, Maße: 80 x 55 cm, Tusche/Acryl
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43. "Rückentorso sitzend"; 78, Maße: 82 x 56 cm, Tusche/Acryl
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44. "Cager mit gekreuzten Händen" (zu Cager Nr. 20); 1978, Maße: 90 x 58 cm, Tusche/Acryl
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46. "Cager sich mit Händen bedeckend" (zu Cager Nr. 23); 78, Maße: 85 x 55 cm, Tusche/Acryl
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45. "Selbstbildnis mit angezogenen Knien"; 78, Maße: 68 x 43 cm, Tusche/Acryl
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49. "Cager-Silo "; 1977, Maße: 110 x 78 cm, Tusche/Acryl
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47. "Cager im Zimmer "; 1977, Maße: 97 x 57 cm, Tusche/Acryl
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48. "Cager kauernd" (zu Cager Nr. 11) ; 1976,, Maße: 62 x 46 cm, Tusche/Acryl
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50. "Paar im Cager I" (Vergewaltigung I); 1978, Maße: 84 x 79 cm, Tusche/Acryl
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51. "Paar im Cager II" (Vergewaltigung II); 1978, Maße: 84 x 79 cm, Tusche/Acryl
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52. "Der Namenlose II" (zu Cager Nr. 9); 1976,, Maße: 79 x 58 cm, Tafelbild in Mischtechnik
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53. "Cager in der Stadt "; 1977, Maße: 120 x 75 cm, Tafelbild in Mischtechnik
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Reißgrafiken* |
54. "Hockende"; 1977, Papiermaße: 80 x 60 cm, Tusche/Acryl
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55. "Hockende"; 1977, Papiermaße: 80 x 60 cm, Tusche/Acryl
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56. "Der Namenlose"; 1977, Papiermaße: 80 x 60 cm, Tusche/Acryl
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57. "Der Namenlose"; 1977, Papiermaße: 80 x 60 cm, Tusche/Acryl
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58. "Die Schmerzhafte"; 1978, Papiermaße: 80 x 60 cm, Tusche/Acryl
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59. "Die Schmerzhafte"; 1978, Papiermaße: 80 x 60 cm, Tusche/Acryl
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60. "Kauernde" (Cager-Frau mit gefalteten Händen) ; 1977, Papiermaße: 80 x 60 cm, Tusche/Acryl
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61. "Liegender Rücken im Raum "; 1977, Maße: 28 x 64 cm, Tusche/Acryl
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FEUILLETON Frankfurter Rundschau - Donnerstag, 31. August 1978, Nr. 191 - Seite 25
Gefangene in offenen Käfigen Eine Ausstellung des Frankfurter Künstlers Werner Arndt
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BERLIN. Es gibt auch während der Sommermonate, auch in den Ferien- wochen, wenn West-Berlin zu Restberlin schrumpft, so viele Ausstellungen hier zu sehen, daß Künstler und Veranstalter über jeden Besucher froh sein können. Der Frankfurter Werner Arndt, der seit einiger Zeit (und noch bis 17. September) im Haus am Lützowplatz ausstellt, wird sich gewiß eine größere Publikumsreso- nanz vorgestellt haben; immerhin, das "Gästebuch", ausgelegt zur Sammlung "unverblümter"
Meinungsäußerungen, beweist, daß von den wenigen, die kom- men, doch die meisten sich sehr ernst- haft mit dieser Kunst auseinandersetzen. Werner Arndt, 1918 in Stralsund. ge- boren. (seine "Werkstatt", wie er selbst sie nennt, befindet sich in Eisenbach im Taunus), zeigt in Berlin Arbeiten aus den letzten fünf Jahren: Handzeichnun- gen mit Tusche und Acryl; handge- druckte, reliefartige Papier-"Reißgrafi- ken" (eine von- ihm entwickelte Technik); sogenannte "figurale Objekte", Poly- ester-Skulpturen, die im Garten neben der Galerie aufgestellt sind. Alle diese Arbeiten, ob zwei- oder dreidimensional, haben eines gemeinsam: ihr Thema ist der Mensch, der malträtierte, geschun- dene, verletzte, eingezwängte, gefan- gene Mensch. Wie Arndt
spezifische künstlerische Techniken erfunden hat (ohne gleich den Anspruch der "Innovation" zu er- heben), so hat er auch eine neue, treffen- de Bezeichnung für seine Sujets gefun- den: "Cager", das ist die Personifizierung des englischen "cage" (Käfig). Cager sind die psychisch und physisch Einge- klemmten, Eingekerkerten. In den "figu- ralen Objekten" draußen vor der Ga- lerie-Tür hocken sie - deformiert, aus- gehöhlt, durchlöchert, zerfetzt -, sogar in "offenen" Käfigen, vitrinenartigen Gebilden ohne Wände oder Stangen. Der Schriftsteller Ernst Herhaus, der in einem Faltblatt zur Ausstellung einen
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ausgezeichneten, eminent einfühlsamen und eindringlichen Text über die Kunst von Werner Arndt geschrieben hat (pro- fessionelle Katalogschreiber können da eine Menge lernen), gesteht freimütig, mit diesen "Restexistenzen" in den Kä- figen habe er sich identifizieren können, und es sei für ihn "am unheimlichsten" gewesen, daß die Käfige offen sind, denn damit sei vollends klar, daß da wohl nie einer mehr herauskomme. Ich habe das, als ich die Cager an einem Spät- nachmittag in der Open-Air-Dämmerung zum erstenmal sah, ganz ähnlich emp- funden: die Offenheit der Käfige ver-
stärkt die Gefangenschaft der Insassen, die Ausweglosigkeit ihrer Lage. Es ist unnütz und unangemessen. in diese; Ausstellung ermitteln zu wollen, ob Werner Arndt internationalen Ver- gleichen standhält, ob seine Arbeiten den gleichen künstlerischen Rang ein- nehmen wie zum Beispiel die von Cano- gar oder Kienholz. Es kommt hier auf etwas ganz anderes an, auf Sensibilität nämlich. Wer die nicht hat, dafür. ge- normte Besserwisserei ausspielt, der wird kaum mehr wahrnehmen als jener Kritiker einer Berliner Zeitung, den die Cager-Objekte als "spukhafte Ergüsse über die zeitgenössische arme Seele" kaltließen. Unter den Besuchern, die ihre An- sichten ins Galerie-Gästebuch einge- tragen haben, gibt es auch solche Bes- serwisser ("Es ist schon eine Kunst, diese Ausstellung als Kunst zu betrachten"); doch es überwiegen die Stimmen von Leuten, denen die künstlerischen Formu- lierungen Werner Arndts offenbar sehr nahegegangen sind: "Eine einmalige Ausstellung"; "regt zum Nachdenken an"; "sagt sehr viel über unser Zeit- geschehen. aus"; "geht unter die Haut". Nicht die Quantität der Besucher, son- dern die Qualität ihrer Urteile ist ent- scheidend.
WERNER RHODE 3/4/5/2
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